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Kellerduell geht an die SG Elfas

Bittere 1:2-Niederlage trotz guter erster Halbzeit

Artikel vom 1. September 2026

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    Wir sind mit einer neuen Formation ins Spiel gegangen und haben uns für ein 3-4-2-1 entschieden. Die ersten zehn Minuten haben wir natürlich wie erwartet gebraucht, um uns an die neue Formation und die Gegebenheiten auf dem kleinen Platz in Amelsen zu gewöhnen.

    In dieser Anfangsphase kam Elfas zu zwei Halbchancen, die allerdings jeweils deutlich über den Fangzaun gingen.

    Danach waren wir spielerisch die klar bessere Mannschaft, gerade im letzten Drittel. Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz und kamen immer wieder gefährlich nach vorne. Leider haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen.

    In der 20. Minute hatten wir dann die erste richtig dicke Möglichkeit. Nach einer guten Verlagerung von Till Trätow und Moritz Arnemann auf die rechte Seite kam Christian Oberpenning in eine gute Position und zog aus rund 18 Metern direkt ab. Der Ball ging leider knapp über das Tor.

    Danach war Elfas offensiv eigentlich überhaupt nicht mehr gefährlich und wir setzten Angriff um Angriff fort. Immer wieder kamen wir zu gefährlichen Freistoßmöglichkeiten aus rund 18 bis 20 Metern. In der 25. Minute war es Leon Macke, in der 30. Minute Angelo Kellner, die sich an den ruhenden Bällen versuchten.

    Kurz vor der Halbzeit hatten wir dann noch einmal eine gute Gelegenheit. Elfas konnte einen Ball nicht richtig klären und plötzlich rollte die Kugel Richtung Moritz Arnemann. Moritz nahm den Ball direkt – ganz nach dem Motto „Sekt oder Selters“. Leider ging auch dieser Versuch in die Hose.

    Somit ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

    Bis auf die Chancenverwertung konnten wir mit der ersten Halbzeit durchaus zufrieden sein. Dass es auf dem kleinen Platz in Amelsen kein Zuckerschlecken werden würde, war uns vorher bewusst.

    Zweite Halbzeit

    In der zweiten Halbzeit kam dann leider das gute alte Leinepolder-Syndrom zum Vorschein.

    Elfas kam deutlich aggressiver aus der Kabine und wir verschliefen die ersten 15 Minuten komplett. Wir verloren so gut wie jedes Kopfballduell und jeden Zweikampf und fanden überhaupt nicht mehr in unser Spiel.

    In der 55. Minute wurde das dann auch bestraft. Nach einem verlorenen Zweikampf auf der linken Seite konnte sich der Elfas-Spieler durchsetzen, marschierte die Linie herunter und brachte eine harte Flanke auf den kurzen Pfosten. Dort musste Loris Catalano nur noch den Kopf hinhalten und erzielte das 1:0. Durch den unnötig verlorenen Zweikampf waren wir im eigenen Strafraum komplett unsortiert.

    Und es kam noch schlimmer. Keine vier Minuten später klingelte es erneut. Wir konnten einen Angriff nicht konsequent genug klären, wodurch der Ball etwas glücklich bei Philipp Kleinsorg landete. Er fackelte nicht lange und nagelte die Kugel aus rund 18 Metern ins lange Eck - 2:0.

    Nach diesem Doppelschlag war das Spiel für rund zehn Minuten komplett zerfahren. Viele kleine Fouls, geklärte Bälle, die gefühlt alle im Aus landeten – ein richtiges Fußballspiel war in dieser Phase nicht mehr zu sehen.

    In der 73. Minute kamen wir dann aber zurück ins Spiel. Levin Aschermann verkürzte auf 1:2.

    Wie schon beim zweiten Gegentor entstand auch dieser Treffer aus einer etwas kuriosen Situation. Ein Ball wurde in Richtung des Elfas-Keepers Paul Pleiß geklärt. Levin lief ihn an. Pleiß wollte den Ball nach außen spielen, traf ihn aber nicht richtig. Die Kugel kullerte direkt vor Levins Füße und er musste nur noch einschieben.

    1:2 – und plötzlich war wieder alles drin.

    Wie es im Fußball eben so ist, sorgte der Anschlusstreffer noch einmal für ein Aufbäumen bei uns. Wir warfen nun alles nach vorne und wollten unbedingt noch den Ausgleich.

    In der 85. Minute waren wir dann ganz nah dran. Nach einer guten Kombination auf der linken Seite dribbelte Niels Felde die Linie herunter und brachte eine scharfe Hereingabe auf den langen Pfosten. Dort stand der eingewechselte Cedric Manthei völlig frei.

    Eigentlich musste Cedric nur noch den Kopf hinhalten und der Ball wäre vermutlich im Tor gewesen. Durch die Schärfe der Hereingabe war er allerdings sichtlich irritiert und köpfte den Ball knapp rechts am Tor vorbei.

    Da wir immer weiter aufgerückt waren, bekam Elfas anschließend noch eine dicke Konterchance. Nicolei Müller lief alleine auf Kolja zu. Kolja blieb im Eins-gegen-Eins allerdings Sieger und hielt uns damit weiter im Spiel.

    In der 90. Minute bekamen wir noch einmal eine Ecke und natürlich ging jetzt auch Kolja mit nach vorne. Die Ecke landete am zweiten Pfosten im Fünfmeterraum. Elfas konnte den Ball nicht richtig klären und plötzlich fiel die Kugel Niels Felde vor die Füße.

    Eigentlich musste Niels die Murmel nur noch irgendwie über die Linie drücken. Er traf den Ball allerdings unglücklich , gefühlt halb Picke und halb Sohle. Der Ball rollte am rechten Pfosten vorbei.

    Das sollte dann auch die letzte Aktion des Spiels gewesen sein.

    Elfas brachte das 1:2 über die Zeit und sicherte sich damit die drei Punkte im Kellerduell.

     

    Text: CT