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Später Schock im Derby!

Sonntag, 18. Oktober 2026 · 14:30 UhrKreisliga, 11. Spieltag
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Fragwürdiger Elfmeter sorgt für Punkteteilung in Kalefeld

Spielbericht vom 19. Oktober 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Nach dem Befreiungsschlag am letzten Wochenende ging es mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft nach Kalefeld zum FC Auetal. Die Erkältungswelle schwappt auch durchs Leinepolder, wodurch zahlreiche Spieler ausfielen. Zum Glück sind wir in dieser Saison relativ breit aufgestellt, sodass wir für dieses wichtige Spiel und Derby aus Leinetaler Zeiten eine schlagfertige Mannschaft auf den Kalefelder Kunstrasen bekommen haben.

    Zum Start des Spiels merkte man allerdings, dass das Team in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hatte. Die komplette Viererkette der letzten beiden Siege stand nicht im Kader. Deswegen gehörten die ersten 25 Minuten klar den Gastgebern. So konnten sie nach einem Freistoß bereits in der 7. Minute in Führung gehen. Marek Oppermann wollte eigentlich aufs Tor schießen, traf dabei aber den einlaufenden Lines Laue am Wohlstandsbauch, von wo aus der Ball im Netz einschlug. Ausgerechnet Lines, der als ehemaliger Spieler und sogar als Rasenpfleger in Hohnstedt noch für unsere SG aktiv ist.

    In dieser Phase hatte er sogar noch die Chance auf das 2:0, scheiterte aber im Eins-gegen-eins an Kolja. Mit zunehmender Spielzeit kamen wir immer besser mit den Bedingungen auf dem Kunstrasen zurecht und nahmen so langsam auch am Spiel teil.

    In der 25. Minute landete der Ball etwas überraschend bei Levin Aschermann vor den Füßen. Dieser verzog aus ca. sieben Metern vor dem Tor aber völlig und schoss weitere sieben Meter daneben. So musste ein Standard her, um den Ausgleich zu erzielen. Nach einer Ecke von Angelo Kellner stieg Lukas Pflugmacher am höchsten und schulterte das Ding ins Netz. Nochmal könnte man „ausgerechnet“ sagen. Denn Lukas hatte aus zeitlichen Gründen die letzten sechs Monate keinen Fußball gespielt und wurde kurzfristig reaktiviert. Mit diesem 1:1 ging es dann in die Pause.

    Derbyfight in der 2. Halbzeit

    Die zweite Halbzeit brauchte erst einmal eine Viertelstunde, bis überhaupt wieder etwas passierte. Bis dahin gab es viel Mittelfeldgeplänkel. Die größte Chance in dieser Phase hatte wohl Christian Oberpenning, der mustergültig von Leo Polle bedient wurde, aber nach zwei Dreierpacks in Folge hier zu wenig Spannung im Fußgelenk hatte.

    Dann läutete der frisch eingewechselte Jonas Altmann mit einem harten Einsteigen gegen Henni Stein den Fight ein. Ab hier wurde das gesamte Spiel etwas härter, aber nie wirklich überhart oder unfair. Die wieder einmal zahlreich mitgereisten Fans pöbelten ebenfalls freudig mit, manchmal etwas zu viel für die Bank der Gastgeber.

    Angelo, der am Freitag bereits das Derby der Ü32 auf der anderen Seite der Leine bestritten hatte, war weiterhin im Derbymodus und bügelte Jannis Altmann von den Beinen. Keine Absicht, dennoch gab es zurecht die Gelbe Karte.

    In der Schlussphase merkte man, dass beide Mannschaften zwar gewinnen, aber noch weniger verlieren wollten. Daher galt auf beiden Seiten: Safety first.
    Fast schon folgerichtig brauchte es eine Einzelaktion von Asche, um das vermeintliche Siegtor zu erzielen. Mit viel Willen und auch etwas Glück wühlte er sich von der Mittellinie durch die gegnerische Abwehr und schob eiskalt ein – 1:2.

    Anschließend machte Auetal auf und lief an, ohne dabei wirklich Gefahr auszustrahlen. Die neu formierte Viererkette verteidigte alles weg.
    Quasi aus dem nichts prallte Kolja Huttanus nach einem langen Ball mit seinem Gegenspieler zusammen und wollte sich anschließend den Ball für den Abstoß zurechtlegen.

    Doch Pustekuchen! Der Schiedsrichter entschied zum Entsetzen aller mitgereisten Fans und Spieler auf Elfmeter für Auetal. Lines, der inzwischen gefühlt zwölfmal aus- und wieder eingewechselt worden war, schnappte sich die Kugel und haute den Ball zum 2:2-Endstand rein! Nochmal ausgerechnet.

    Ich denke, unterm Strich geht dieses Unentschieden in Ordnung. Nach dem späten Schock fühlt es sich jedoch eher wie eine Niederlage an. Die Mannschaft hat aber auch in dieser neuen Besetzung gezeigt, dass sie Fußball spielen kann und den Kampf um den Klassenerhalt angenommen hat. Alles in allem eine gute Leistung, die auch drei Punkte verdient hätte.

    Nächste Woche haben wir dann unser letztes Heimspiel in Hohnstedt gegen den TSV Sudheim. Anpfiff ist um 14:30 Uhr.

     

    Text: MS