Zum Hauptinhalt springen

Harter Flutlichtkampf mit Punktgewinn belohnt!

Samstag, 7. November 2026 · 17:00 Uhr3. Kreisklasse Staffel 2, 6. Spieltag
0
Breuer für Zwetkow25
25'

Wechsel bei SG Leinepolder 3 beim Stand von 0 : 0

45
Sulemanov für Ilsemann46
46'

Wechsel bei SG Leinepolder 3 beim Stand von 0 : 0

Vitija für Talagiu60
60'

Wechsel bei SG Leinepolder 3 beim Stand von 0 : 0

90

Dritte trotzt Tabellenzweiten und erkämpft sich ein 0:0

Spielbericht vom 8. November 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Samstagabend, 3. Kreisklasse, Flutlicht, Platz 2 gegen Platz 3 – alles war für ein packendes Fußballspiel angerichtet.

    Kurz zu den Personalien:

    Die SG Altes Amt kam mit annähernd voller Kapelle, angeführt von ihren Torjägern Wurst-Harms und Sroka.

    Unsere Dritte hatte einige kurzfristige Ausfälle zu verkraften (u. a. Sauer und Röseler) und aktivierte kurzfristig drei Debütanten (Brandt, Vitija und Ilsemann).

    Schiedsrichter der Begegnung war Detlef Thies, der eine solide Leistung zeigte und die umkämpfte Partie insgesamt gut leitete.

    Die Partie begann bei eisiger Kälte für unsere Farben etwas schleppend. Die Alt-Ämter übernahmen das Kommando und ließen den Ball gut zirkulieren. Die Abwehrkette um Kapitän Kellner hatte große Mühe, diesem Ansturm etwas entgegenzusetzen. Man merkte sofort, dass die Alt-Ämter heute richtig etwas vorhatten. Die ersten ein bis zwei Halbchancen, die Keeper Kassigkeit mühelos entschärfen konnte, standen bereits nach fünf Minuten zu Buche.

    In der 6. Spielminute dann das 0:1 für Altes Amt! Oder doch nicht? Allgemeine Verwirrung herrschte auf dem Platz. Doch was war passiert? Ein Alt-Ämter Spieler kollidierte auf der linken Seite nahe der Torauslinie mit Schiri Thies. Dieser touchierte mit der Hand den Ball und da bekanntlich auch der Schiri nicht aus Luft besteht, wurde das Spiel ab dem Kontakt mit dem Ball unterbrochen und mit Schiedsrichterball fortgeführt. Somit war die darauffolgende Flanke samt Abschluss ins Leinepolder Gehäuse nichts mehr wert. Bitter für Altes Amt – Glück für uns.

    In der Folge ging es für uns in erster Linie darum, die Anfangsoffensive der Alt-Ämter zu überstehen. Dafür agierten wir teilweise am Rande der Legalität, wie bei einem Dreifach-Zweikampf von Coach Knitter, bei dem der ein oder andere auch ein Foulspiel gesehen haben wollte.

    In der 24. Spielminute dann unser erstes echtes offensives Lebenszeichen:

    Einen schnell herausgespielten Ball von Ginda verarbeitete Zwetko und steckte diesen mustergültig auf Paluch durch. Dieser setzte sich im Zweikampf durch und ließ seinen Gegenspieler auf den Hosenboden fallen. Der Abschluss wurde allerdings vom gut aufgelegten Gästekeeper pariert.

    Diese Torchance wirkte auf unser Team wie ein Weckruf. In der Folge waren wir wesentlich besser im Spiel und kamen zu weiteren Torchancen. Paluch wurde vom eingewechselten Breuer mit einem perfekten Pass in Szene gesetzt und schob die Kugel ins Netz. 1:0? Nicht mit Schiri Thies! Dieser wollte eine Abseitsposition von Paluch erkannt haben. Auf dem Platz war man sich einig, dass es eher kein Abseits war. Von den Zuschauern kam hingegen die Tendenz, dass es eher Abseits gewesen sei. Machen wir uns nichts vor: Ohne VAR war die Situation nicht eindeutig aufzuklären, somit kein Vorwurf an Schiri Thies. Es blieb beim 0:0.

    Danach war Keeper Kassigkeit gefordert. Einen harten, platzierten Schuss fischte er mit einer echten Glanzparade aus dem Winkel. Mit einer Spannweite wie ein Albatros hatte er natürlich auch nicht die schlechtesten Voraussetzungen für solche Einlagen.

    In der Folge kamen wir durch Ilsemann mit einem guten Schuss aus der Drehung sowie Knitter mit einem Brett aus der Distanz zu Halbchancen, die das Tor jeweils knapp verfehlten.

    Halbzeit? Nö, einen hatten wir noch: Freistoß aus dem Halbfeld, Knitter bugsierte die Pille Richtung zweiten Pfosten, Kellner lief ein und rutschte nur um Haaresbreite an der Führung vorbei. Halbzeit!

    Die zweite Hälfte begann anders als die erste – ohne einen Sturmlauf der Alt-Ämter. Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem Mittelfeldgeplänkel ohne nennenswerte Torchancen. Man merkte beiden Teams nun an, dass sie nicht den entscheidenden Fehler machen wollten. In der Folge wurde die Partie ruppiger und es kam zu vielen kleinen Unterbrechungen. Auch die Fouls der Kategorie „taktisch“ wurden unter anderem von Vitija und Knitter gezogen – notwendigerweise.

    Akzente setzte auf unserer Seite immer wieder der eingewechselte Breuer, der eine grandiose Partie absolvierte. Unermüdlich war auch der Einsatz unseres Roadrunners Marian, der immer wieder die Wege über die Außen machte und auch zu einer guten Torchance kam, die Keeper Cordes allerdings entschärfen konnte.

    Der kleinste Fehler konnte jetzt über die Partie entscheiden. Ginda, der bis dahin eine gute Partie absolviert hatte, ging unnötigerweise ins Dribbling, verlor den Ball und ermöglichte den Alt-Ämtern eine Topchance in Form von Wurst-Harms. Dessen Abschluss bekam der bis dahin stark aufspielende Kassigkeit zunächst nicht zu fassen. Im Nachsetzen konnte er das Leder jedoch noch vor der Linie aufnehmen.

    In der Folge kam Nachzügler Sulemanov nach gutem Zuspiel von Breuer zu einer guten Torchance, die er leider mit einem eher schwachen Abschluss in die Arme des Keepers fahrlässig liegen ließ. Wenige Minuten später folgte die nächste Torchance für Sulemanov. Etwas mehr Training des schwachen linken Beines hätte wohl einen Torerfolg ermöglicht. So war der Abschluss eher einer der Kategorie „Schüsschen“ und für Keeper Cordes leichte Beute.

    In der Folge entwickelte sich wieder eine intensive Partie ohne die großen Abschlussmöglichkeiten.

    Einen Aufreger hatten wir dann doch noch: Nach einem Freistoß der Alt-Ämter machte Keeper Kassigkeit, der bis dahin eine überragende Partie absolvierte, die Scherenhand, traf den Ball aber nicht richtig und verlängerte ihn Richtung eigenes langes Eck. Dort konnte Kellner, der sich am zweiten Pfosten postiert hatte, den Ball raushauen – Glück gehabt!

    So blieb es in der Folge ein umkämpftes Spiel, die Topchancen blieben aber auf beiden Seiten aus. Es blieb folgerichtig beim 0:0, allerdings bei einem 0:0 der besseren Sorte.

    Fazit: Der Schlüssel für den gewonnenen Punkt war sicherlich, die ersten 20 Minuten ohne Gegentor zu überstehen, da Altes Amt in dieser Phase sehr viel investierte und die Partie dominierte. Kampf, unbedingter Wille und eine komplett geschlossene Mannschaftsleistung ermöglichten hinten heraus eine offene Partie und einen letztlich nicht unverdienten Punkt, der – wie schon erwähnt – in die Kategorie „gewonnener Punkt“ eingeht.

    Somit geht es mit einem positiven Gefühl in die Winterpause.

    In diesem Sinne möchten wir uns noch bei den „positiv Bekloppten“ bedanken, die uns gestern bei unangenehmen Witterungsbedingungen unterstützt haben.

     

    Text: MK